19_01_2024 - Naturpark Sächsische Schweiz

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19.01.2024

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Naturpark Sächsische Schweiz
19.01.2024

Kommentar zum politischen Fauxpas des Innenministers: Wahlkampf gegen den Erhalt der Kulturlandschaft Sächsische Schweiz
 

Im Rahmen des Neujahrsempfangs in Bad Schandau am 13. Januar 2024 äußerte sich der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) zum Thema der Schutzgebietskategorie der Sächsischen Schweiz (vgl. Artikel in der Sächsischen Zeitung vom 16.01.2024). In seinem Grußwort sprach er sich für die Beibehaltung des Nationalparks aus, da deutschlandweit nur 16 Nationalparks gegenüber 105 Naturparks existieren. Damit würde die Region im Tourismus in der „höchsten Liga“ spielen.

An den Ausführungen des Innenministers ist nicht nur zu kritisieren, dass es ihnen an inhaltlichem Bezug zu den Gegebenheiten vor Ort mangelt. Aus einem einfachen numerischen Vergleich, die Schlussfolgerung für die Eignung einer Schutzgebietskategorie für die Sächsische Schweiz abzuleiten, ist mehr als fraglich. Es handelt sich darüber hinaus um eine klare Absage an den Erhalt der Kulturlandschaft Sächsische Schweiz.

Wenn ein politischer Entscheidungsträger, der in der Sächsischen Schweiz als Kandidat zur Landtagswahl antritt, mit einer solchen vereinfachten Sichtweise eines der drängendsten und komplexesten Problemfelder abhandelt, dürfte er sich als untragbar für die Region erweisen. Jeder differenzierten Diskussion über das Thema ist damit die Grundlage entzogen.

Die Bürgerinitiative Naturpark Sächsische Schweiz fordert Innenminister Armin Schuster zu einer offenen und sachorientierten Auseinandersetzung mit der Frage über die geeignetste Schutzgebietskategorie für die Sächsische Schweiz auf. Die Tatsächlichkeiten im Naturraum erfordern ein politisches Umdenken, keinen Wahlkampf.

Angesichts der klimatischen Bedingungen und der Gefährdung durch die bestehende Waldstruktur muss dringend mit einem aktiven Waldumbau hin zu einem standortgerechten Mischwald begonnen werden. Grenzüberschreitende Wanderwege sind eine Notwendigkeit der Waldbrandvorsorge und ein Symbol des verbindenden Europagedankens. Der Verfall von Kulturgütern wie der Amselfallbaude und der Winterbergbaude, von historischen Inschriften und Wegesäulen muss aufgehalten werden. Der Tourismus in der Sächsischen Schweiz braucht keinen Nationalpark, sondern zukunftsfähige Konzepte und den Erhalt der Kulturlandschaft.



Bürgerinitiative
Naturpark Sächsische Schweiz
Sprecherin Hanka Owsian
Rathausstraße 10
01848 Hohnstein

info@naturpark-saechsische-schweiz.de
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©  Naturpark Sächsische Schweiz
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